Freitag, 17. November 2017

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Funktion

Funktionen von Wassertürmen

Aufgrund der wachsenden Städte, wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Wasserversorgung von Hausbrunnen auf Rohrnetze umgestellt. Um einen Druck herzustellen, der groß genug war, um das Wasser auch bis in die oberen Etagen eines Hauses zu transportieren und um einen ausreichenden Wasserpuffer zu haben, musste das Wasser noch höher gespeichert werden. Dazu wurden große Behälter auf kleinen Bergen oder - im flachen Terrain - auf Türmen errichtet. 

Die damaligen Pumpen, die mit Dampf betrieben wurden, konnten noch nicht die Stärke des Wasserstroms regulieren. Zu Stoßzeiten wäre der Druck also zu niedrig gewesen, um alle ausreichend mit Wasser zu versorgen, hingegen zu anderen Zeiten wäre zuviel Wasser vorhanden gewesen.

Die Speicherung des schweren Wassers in großen Mengen war eine komplizierte Angelegenheit, und so konnten zunächst nur kleine Mengen an Wasser gespeichert werden. Später entwickelten die Ingeneure (besonders Intze, Barkhausen und Klönne) Behälterformen, die die enormen Kräfte besser in das Mauerwerk leiteten und es konnten größere Mengen Wasser gespeichert werden, die ca. 1/4 des Tagesbedarfs speichern konnten. Die Behälter wurden zunächst aus Eisen bzw. Stahl, später auch aus Beton konstruiert.

Heutzutage haben die Wassertürme ihre Funktion verloren, da die neuen "Kreiselpumpen" die Drehzahl und somit den Druck elektronisch regeln können. Dadurch ist es ohne hochgelegenem Wasserspeicher möglich, die Stadt auch zu Stoßzeiten ausreichend mit Wasser zu versorgen, was die Wassertürme überflüssig macht.

  

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